Die Studienschwerpunkte des universitätsLEHRGANGS Sexualberatung

  • Modul 1: „Grundlagen von Sexualberatung“.

    In den Lehrveranstaltungen des 1. Moduls werden den Studierenden die Grundlagen der Sexualberatung in Theorie und Praxis vermittelt. Neben der Definition und Wirkungsweise von Sexualberatungstechniken werden therapeutisch und beraterisch nutzbare Phänomene und deren objektivierbare Indikatoren  vorgestellt. Wesentlicher Teil dieses Moduls ist die Auseinandersetzung mit Literatur, die sich mit den Grundlagen und Interventionstechniken von Sexualberatung befasst.


  • Modul 2: „Kommunikations-, Beratungs- und Interventionstechniken im Kontext sexueller Beratung, Formen und Modelle sexueller Beratung“.

    In den Lehrveranstaltungen des Moduls 2 wird ein breites Spektrum von Kommunikations- und Interventionstechniken im Kontext der Sexualität vorgestellt und in den diversen Seminaren praktisch erprobt und angewendet. Dabei wird ein breiter Bogen vom Beginn einer Intervention in Form des Erstgespräches bis zum Eingehen auf die speziellen Bedürfnisse und Besonderheiten von Klienten und die jeweiligen Themen und Bedürfnisse gespannt. Auch auf die unterschiedlichen Möglichkeiten, Interventionen an Klienten zu transportieren, wird umfassend eingegangen.


  • Modul 3: „Psychologische und gesellschaftliche Aspekte von Sexualität, Formen und Ausprägungen sexuellen Handelns.

    In diesem Modul wird den Studierenden ein Überblick über das breite Spektrum sexueller Handlungsmuster vermittelt. Psychologische und gesellschaftliche Aspekte der Sexualität werden beleuchtet, betrachtet, erläutert und diskutiert. Wobei alle Ausformungen sexuellen Handelns behandelt werden. Dabei werden sogenannte gesunde Formen von Sexualität ebenso erläutert, wie sogenannte ungesunde, „perverse“, gesellschaftlich geachtete und gesellschaftlich negativ indizierte Formen. Wie sich diese im Laufe der Geschichte der Menschheit entwickelt und verändert haben bzw. wie sie akzeptiert, dämonisiert und abgelehnt wurden, wird eben Teil dieses Moduls sein. Ein begriffliches Gerüst psychiatrischer, psychologischer und psychotherapeutischer Diagnostik im Kontext der Sexualität und sexueller Problemstellungen soll erarbeitet werden. Die Zugehörigkeit zu und das Vorgehen bei verschiedenen Verfahren patienten- bzw. klientenbezogener Datenerhebung und Datensammlung (ätiologische, klassifikatorische und biographische) und ihre Wechselbeziehungen werden dargestellt. Es werden verschiedene Störungsbilder im Kontext der Sexualität beleuchtet und Präventionsansätze im Laufe der Menschheitsgeschichte vorgestellt, erläutert und diskutiert.


  • Modul 4: „Selbsterfahrung und Selbstreflexion“.

    Die Selbsterfahrung in diesem Universitätslehrgang bietet die Möglichkeit, die in den Grundlagenseminaren erlernten Techniken (wie z.B. Begegnung mit der eigenen Sexualität, Berührung und berührt werden, Umgang mit bisher unbekannten Sexualtechniken und Methoden) zu verstehen. Gruppenübungen und Einzelarbeit mit diesen Methoden ermöglichen die Wahrnehmung eigener Ressourcen und das Erleben innerer, sowie körperlicher Prozesse.


  • Modul 5: „Praxis/Praxissupervision/Peergruppenarbeit“.

    Während der Ausbildung werden von den Studierenden eigenständige Praktika und Beratungsprozesse durchgeführt. Die Praxisübungen werden konzipiert,durchgeführt, dokumentiert und in den Studiengruppen präsentiert. Die Praxiserfahrungen werden in den Seminaren  "Praxissupervision“ teils gemeinsam in der Studiengruppe, teils einzeln in einer face-to-face-Situation reflektiert. Der Lehrveranstaltung „Praxissupervision“ ist die „Peergruppenarbeit“ in Form von selbstorganisierten Peergruppen angeschlossen. Diese als Netzwerke dienenden Peergruppen  haben die Aufgabe, die Praxiserfahrungen zu reflektieren (Intervision), Lehrinhalte und Fachliteratur zu diskutieren und Übungen in Beratung und Interventionen anhand von Fallbeispielen durchzuführen. Die Peergruppen sind über Arbeitsaufträge mit der Lehrveranstaltung „Praxissupervision” verbunden.



Alle angeführten Studienschwerpunkte entsprechen den langjährigen Erfahrungen, welche von den Lehrenden dieses Universitätslehrgangs im nationalen und internationalen Austausch und in ihrer praktischen beratenden Tätigkeit erworben wurden.