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Masterlehrgang 2018

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Employability - MEA in Wien

Berufsausübung und Anerkennung

Die Berufsfelder „Psychotherapie“ und „Psychologische Beratung“ haben in Österreich eine wichtige Stellung erreicht. Ein steigender Bedarf, verbunden mit einer höheren Differenzierung der Angebote, ist in Folge der Entwicklung einer Weiterbildungsgesellschaft, des Ansteigens psychischer Probleme bei einem großen Teil der Bevölkerung und einer großen Nachfrage nach Beratungsleistungen unterschiedlichster Art im Hinblick auf psychologische Themen, Angelegenheiten des täglichen Lebens und der Berufswelt gegeben. Aus diesem Grund wird die Entwicklung und Festlegung von Qualitätsstandards in den Beratungsdiensten von der EU eingefordert.

Der Zugang zum Berufsfeld “Psychotherapie” ist in Österreich derzeit möglich,

indem die AusbildungskandidatInnen bei einem vom Bundesministerum für Gesundheit anerkannten Ausbildungsinstitut die zweiteilige Ausbildung absolvieren und nach erfolgreichem Abschluss um die Eintragung in die Liste der PsychotherapeutInnen beim Bundesministerium für Gesundheit ansuchen;

indem die AusbildungskandidatInnen ein Studium der Psychotherapiewissenschaft an einer approbierten Universität absolvieren und nach erfolgreichem Abschluss um die Eintragung in die Liste der PsychotherapeutInnen beim Bundesministerium für Gesundheit ansuchen. Derzeit werden von der Sigmund-Freud-PrivatUniversität in Wien und von der Donau-Universität in Krems solche Studien angeboten.

Der Zugang zum Berufsfeld “Psychologie” ist in Österreich derzeit möglich,

indem ein Studium der Psychologie absolviert wird. Danach besteht u.a. die Möglichkeit, die Ausbildungen zur Klinischen PsychologIn bzw. zur GesundheitspsychologIn zu absolvieren. Die Berufsberechtigung entsteht mit der Eintragung in die Liste der Klinischen PsychologInnen bzw. GesundheitspsychologInnen beim Bundesministerium für Gesundheit.

Der Zugang zum Berufsfeld “Psychologische Beratung” ist in Österreich derzeit u.a. möglich,

  • indem eine Ausbildung zur Lebens- und SolzialberaterIn absolviert wird. Lebens- und Sozialberatung ist die professionelle Beratung und Betreuung von Menschen in Problem- und Entscheidungssituationen. Sie trägt dazu bei, belastende oder schwer zu bewältigende Situationen zu erleichtern, zu verändern und eine Lösung zu finden. Sie unterstützt und berät Einzelne, Paare, Familien, Teams und Gruppen beim Erarbeiten von Lösungen. Es gibt etwa 3.400 aktive psychologische LebensberaterInnen in Österreich. Um der hohen Verantwortung dieser Arbeit zu entsprechen und den Ratsuchenden Schutz und Orientierungshilfe auf dem „psychologischen Markt“ zu geben, wurde vom Gesetzgeber Lebens- und Sozialberatung im Jahr 1989 zunächst als „konzessioniertes“ Gewerbe eingeführt. Die Bereiche, die die Lebens- und Sozialberatung für die Einzelperson abdecken, sind vielfältig: Persönlichkeitsberatung, Suchtberatung, Beratung im emotionalen Umgang mit Geld, Freizeitberatung, Kommunikationsberatung, Berufs- und Karriereberatung, Coaching, Konfliktberatung, Mediation, Mobbingberatung, Ehe-, Partnerschafts- und Familienberatung, Scheidungsberatung, Erziehungsberatung und Verhaltensmodifikation, Sexualberatung, Sozialberatung, Gruppenberatung, Supervision. Lebens- und SozialberaterInnen sind außerdem häufig im Bereich von Trainertätigkeiten in Ausbildungen, Schulungen, Supervision und Moderation tätig.
  • Neben diesen gewerblichen Berechtigungen werden von den unterschiedlichsten Einrichtungen u.a. Aus- und Fortbildungen für Coaching, Supervision und Mediation angeboten.


Die immer wieder eingeforderte Akademisierung von bestimmten, hoch qualifzierten Berufen stellt ein zentrales Thema in Österreich dar. Insbesondere im Bereich der Psychotherapie besteht hier ein Nachholbedarf, da viele PsychotherapeutInnen noch über keinen akademischen Abschluss verfügen. Auch im Berufsbereich der psychologischen Beratung ist ein Trend zur Akademisierung gegeben, da dies ein wesentliches Element fachlicher Qualifikation darstellt. Akademische Qualifikationen sind ein wichtiges Qualitätsmerkmal und tragen auch dazu bei, wie sich KlientInnen ihre TherapeutInnen bzw. BeraterInnen aussuchen. Daraus ist zu schließen, dass dieses Masterstudium ein gutes Angebot darstellt, um diesen Ansprüchen gerecht zu werden.

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